Welche 360° Kamera für Beiträge bei Google Maps unter 250€ machen Sinn?

Online seit 15. September 2017

Welche 360° Kamera für Beiträge bei Google Maps unter 250€ machen Sinn?
Bewertet diesen Artikel

 

In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrung mit der RICOH THETA SC Kamera mit euch teilen sowie die positiven und negativen Eigenschaften aufzeigen. Des Weiteren möchte ich betonen das mir die Kamera nicht gestellt wurde oder mir irgendeine Form von Vergütung angeboten wurde.

Selbst gekauft- getestet – behalten

Warum suchte ich überhaupt eine 360° Kamera?

Ganz einfach, bisher habe ich solche Bilder mit meiner Spiegelreflexkamera erstellt. Welche ich bei besonderen Gelegenheiten immer noch nutze. Für “Schnappschüsse“ und die Google Street View Fotografie wurde es mir einfach zu umständlich sowie zu Zeitintensive in der Nachbearbeitung.

 

Welche 360° Kamera soll es werden?

Ich habe mir von Anfang an vorgenommen nicht mehr als 250€ auszugeben, diese Summe war meine Schmerzgrenze für eine Kamera die “nur“ Schnappschüsse machen soll. Nach etwas Rechere im Netz sowie der Finanziellen Einschränkung habe ich mich auf zwei Modelle festgelegt. Es sollte die Samsung Gear 360 (2017) oder die RICOH THETA SC werden. Um die Kameras zu testen besuchte ich die einschlägigen Elektronik Märkte. Leider gab es die Gear (2017) zu keinem Zeitpunkt in den Märkten (ende August 2017), weder als Vorführmodell noch zu kaufen ausser auf Bestellung. Nach 4 Märkten nahm ich die RICOH THETA SC welche ich überall testen konnte. Schon die Aufnahmen im Markt überzeugt durch eine recht ordentliche Darstellung der 360° Fotos und die kaum sehbaren Rand der beim Stitching entsteht (zusammenführen der beiden Bilder) . Gekauft und ab nach Hause zum weiteren Testen.

Nach öffnen der Verpackung kam das übersichtliche aber völlig ausreichenden Zubehör zum Vorschein. Kamera, Kurzanleitung, Ladekabel und eine Tasche für die Kamera. Welche sich in den letzten 3 Wochen in der ich die Kamera nutze als sehr praktisch gezeigt hat.

Die Kurzanleitung ist wirklich sehr kurz, ganze 7 Seiten. Diese reichen aber voll und ganz aus, da die RICOH THETA SC extrem leicht zu bedienen ist. Kamera einschalten, Auslöser drücken fertig! Für Schnappschüsse auf Events oder einfach nur mit freunden im Park reicht es also schonmal aus. Nun zu den Google Street View Fotos. Um die zu Erstellen habe ich mir die App (THETA S) aus dem PlayStore geladen (gleiches gibt es auch im Apple AppStore). Wenn die Kamera eingeschaltet ist und ein Signal sendet konnte ich mein Telefon mit diesem Wlan verbinden. Es ist aber Fluch und Segen zugleich. Wenn ich die Google Street View App offen habe um die Plätze zu sehen wo 360° Bilder sinnvoll sind und die App THETA S offen habe kommt es fast immer vor das die THETA S App keine Verbindung mehr zu Kamera herstellen kann.

Wenn man nun im Kamera Modus Rauschreduzieren Fotografieren möchte sollte man die Street View App einfach geschlossen halten und die Fotos später hochladen. Die gemachten Fotos werden mit den GPS-Koordinaten des Handys versehen, damit ist eine nachträgliche Zuordnung extrem leicht.

 

Was macht die Bildqualität?

Klar ist das man keine Wunder erwarten darf was die Qualität angeht, sie rauscht doch schon sehr stark im Rauschreduzierenden Modus nimmt das rauschen ab, aber die Belichtungszeit nimmt zu. Das heißt das sich bewegenden Objekte leicht verschwimmen. Ich bin aber sehr beeindruckt wie dieser kleine Sensor mit den Lichtverhältnissen umgeht. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf einer Seite sowie Schatten auf der anderen werden die Fotos erstaunlich gut und mussten nie von mir Nachbearbeitet werden. Auch bei etwas schummrigen Licht macht die RICOH THETA SC mit dem lichtstarken Objektiv F 2.0 erstaunlich gute Fotos. An dieser Stelle war für mich klar das ich Sie wohl über die zwei Wochen Rücktrittsrecht behalten werde. Auch wenn ich mir dafür noch ein Einbeinstativ besorgen muss.

 

Foto mit dem Rauschreduzierenden Modus: Foto ohne dem Rauschreduzierenden Modus:

Ein vergleich zur Spiegelreflexkamera findet ihr in meinem Artikel:
360° Panorama vom Schloss Dargun

Handling:

Bei 102 g Eigengewicht einer Höhe von 130.6 mm sowie der angenehmen Breite von 45.2 mm kann und darf man einfach nicht meckern mit der der Tiefe von22,9 mm trage ich die Kamera incl. Schutzhülle immer in der vorderen Jeanstasche und sie störte mich überhaupt nicht. Wenn die Kamera auf einem Stromkasten und sonstigen geraden Objekten abstellt und mit dem Handy auslöst ist man fast immer auf der sicheren Seiten das zum einen das Bild rauscharm wird und zum anderen die Übergänge so gut wie nicht mehr auffallen.

 

Nachtrag:

In Berlin nicht die Kamera im Bahnhof auf einem Fahrkartenautomaten stellen und sich dann umdrehen um nicht wie ein Depp in die Linse zu grinsen, man muss sonst echt fit sein und schnell rennen können um die wieder zu bekommen.

 

Fazit:

Unterm Strich lässt sich sagen das ich mit dieser Kamera doch recht zufrieden bin. Für meine Beiträge bei Google Street View werde ich nur noch die RICOH THETA SC verwenden.
Wenn ich bei „Wünsch Dir Was“ wäre, würde für mich eine Kopplung über Bluetooth und WLAN mehr Sinn machen damit man Nebenbei noch das Internet verfügbar hat.

 

Neuerung:

Gerade habe ich gesehen das nun die dritte Kamera von RICOH erhältlich ist, welche mit der Kopplung über Bluetooth und WLAN, einer 4K-Videoaufnahme und einem neuem Algorithmus der rauscharme Bilder erstellen soll ausgestattet ist.
Ein klarer Fall von hätte ich mal etwas gewartet aber gut ich bin mit der RICOH THETA SC versuche dennoch mal einen Vergleich zwischen den beiden Kameras hin zu bekommen.


Wie findet ihr das Bild, was gefällt euch oder was geht gar nicht? Bin für konstruktive Kritik oder Lob ;) immer offen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.