Was ist eigentlich… „Die Blende“?

Online seit 19. März 2013

Was ist eigentlich… „Die Blende“?
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Hallo Freunde der Fotografie,

für meinen ersten Beitrag in der Kategorie „Was ist eigentlich… ?“  habe ich mich für das Thema Blende und Ihre Funktionen entschieden. Warum gerade das mein erstes Thema ist, kann ich relativ schnell beantworten: es gab einige Anfragen! 😉 Nun aber los.

Die Blende an eurer Kamera sieht in etwa so aus, wie oben auf dem Bild in rot (stark vereinfacht).
Sie hat eine wichtige Aufgabe, denn Sie reguliert das einfallende Licht. Bei den meisten Kameras wird der Blendengröße ein F (ƒ) vorangestellt. Bei der EOS 60D im oberen Display nicht.

EOS 1000D Blendenwert

EOS 1000D Blendenwert

EOS 60D Blendenwert

EOS 60D Blendenwert

 

 

 

 

 

 

Anders als man es annehmen würde, heißt ein kleiner Blendenwert nicht das die Blende klein ist, es ist genau andersrum – ein kleiner Blendenwert von beispielsweise  ƒ /1.8 heißt, dass die Blende weit geöffnet ist und viel Licht auf den Sensor treffen kann. Umso größer der Wert, beispielsweise ƒ /11 desto kleiner ist der Bereich durch den Licht einfallen kann.

  • Je größer die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Blendenöffnung (alles im Bild wird scharf)
  • Je kleiner die Blendenzahl ist, desto größer ist die Blendenöffnung (anfokussierter Bereich ist scharf)

Wie genau bringt uns das jetzt weiter und wofür können wir diese Erkenntnis nutzen?
Wir haben gelernt, dass eine große Blendenöffnung sich auf die Tiefenschärfe auswirkt, das heißt, nur das Objekt welches ich anfokussiert habe wird scharf dargestellt. Der Hintergrund ist unscharf und kann den Betrachter nicht mehr vom eigentlichen Motiv ablenken.

große Blende

ƒ/1,8 Blende weit offen

Hintergrund ist scharf

ƒ/22 Blende kleinste Einstellung

 

 

 

 

 

 

Hier bin ich mit der Blende in den Maximalbereich meines Objektivs gegangen. Auf dem linken Bild sieht man sehr schön wie unscharf der Hintergrund ist. Es gibt keinerlei Ablenkungen vom Motiv. Auf dem rechten Bild ist mit ƒ/22 Blende auch der Hintergrund scharf, das Motiv rückt nicht mehr so in den Vordergrund und das Bild wirkt etwas unruhig.

 

Zum anderen lässt sich auch das runde Bokeh der Blende  ändern, um etwas speziellere Bilder machen zu können. Wie man sein eigenes Wunsch-Bokeh mit wenig Aufwand erstellt, zeige ich euch in einem anderen diesem Tutorial.

Das runde Bokeh der Blende wurde verändert

Das runde Bokeh der Blende wurde verändert

 

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkle bringen 😉
Für alle die mehr auf „harte Fakten“ stehen und Formeln lieben, euch sei der Wikipedia Artikel ans Herz gelegt

Wenn Ihr Fragen habt oder euch ein Thema besonders Interessiert, schreibt es mir in die Kommentare- ich werde versuchen, fast allen Wünschen nachzukommen 😉


Das sagten meine Besucher zu diesem Artikel.

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